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Historisches:
Im Jahr 1589 erteilte der Kurfürst Christian I. von Sachsen einem Daniel Fischer die Erlaubnis, einen Eisenhammer zu erbauen. Dieses Privileg verkaufte Fischer an Sebastian Köppel. Dieser errichtete am Bach Zwota nahe der böhmischen Grenze ein Hammerwerk, um die Vorkommen von Eisenerz verarbeiten zu können. Die erstmalige Verwendung des Namens Klingenthal für die Hammersiedlung erfolgte 1604.
Im Jahr 1628 entstand das alte Schloss der Boxberger, das 1828 erneuert wurde. Hinter diesem Gebäude wurde 1737 die Kirche errichtet. Diese Rundkirche „Zum Friedefürsten“ ist eine evangelisch-lutherische Rundkirche in Klingenthal. Die Besonderheit dieser Kirche besteht in ihrem achteckigen Grundriss. Es sollte damit die Gemeinschaft der Christen symbolisiert werden, die sich am Sonntag um den Altar herum versammeln. Bis zur Fertigstellung der Frauenkirche in Dresden war die Rundkirche „Zum Friedefürsten“ in Klingenthal lange Zeit das größte Bauwerk ihrer Art in Sachsen.
Im Jahr 1659 brachten aus Böhmen vertriebene protestantische Flüchtlinge (Exulanten) die Geigenbauerkunst nach Klingenthal. Dies führte zum wirtschaftlichen Aufstieg von Klingenthal. Einer der berühmtesten und ersten Geigenbauer von Klingenthal war Caspar Hopf. Er verlieh dem Klingenthaler Geigenbau eine eigene Stilistik. Klingenthal wurde zu einem Geigenmacherdorf. 1716 fand die Gründung einer Geigenmacherinnung in Klingenthal statt. Die Instrumentenherstellung nahm einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Bereits um 1800 wurden etwa in 30 Ortschaften des Obervogtlandes Musikinstrumente und Zubehörteile angefertigt. Auch wurde die Holzblasinstrumentenmacherei eingeführt.
Der Holzblasinstrumentenmacher und –händler Johann Wilhelm Glier brachte eine „Mundäoline“ von einer Geschäftsreise mit nach Klingenthal. Hieraus wurde die Mundharmonika entwickelt. 1829 begann die Herstellung der Mundharmonika und die Holzkammfertigung in Klingenthal.
Seit dem Jahr 1852 wird auch die Ziehharmonika in Klingenthal hergestellt. Da die Herstellung einer Ziehharmonika aus vielen Einzelteilen und verschiedenartiger Materialien besteht, musste eine Spezialisierung und Serienfertigung einsetzen. Es entstanden eigene Berufe für die Herstellung der verschiedenen Teile. Auch die notwendigen Spezialwerkzeuge wurden vor Ort entwickelt und gebaut.
Einen Bahnanschluss erhielt Klingenthal im Jahr 1875.
Das Stadtrecht erhielt Klingenthal erst am 1. Oktober 1919.
Im Jahr 1950 wurden die Nachbarorte Brunndörbra und Sachsenberg-Georgenthal und 1992 Mühlleiten nach Klingenthal eingemeindet.
Von 2003 bis 2005 wurde die Vogtlandarena in Klingenthal errichtet. Diese Arena ist eine Skisprunganlage am Schwarzenberg in Klingenthal. Sie wurde am 27. August 2006 bei dem „Sommer Grand Prix“ der Nordischen Kombination offiziell eingeweiht. Bis heute werden nationale und internationale Wettkämpfe in der Vogtlandarena durchgeführt.
Ein Ortsteil von Klingenthal ist Mühlleiten, ein bekannter Wintersport- und Erholungsort. So führen in den Wintermonaten 110 km gespurte Loipen rund um Klingenthal. Ebenso befinden sich hier drei Ski-Lifte.
Wir sind Ihr Anwalt in Klingenthal, rufen Sie uns an und wir kümmern uns vertrauensvoll um Ihr Recht.

