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Historisches:
Der Name Oelsnitz ist auf einen Flur- bzw. Gewässernamen zurückzuführen. Er bedeutet soviel wie „Ort am Erlenbach“. Damit es nicht zu einer Verwechslung des Ortsnamens Oelsnitz mit der gleichnamigen Stadt, welche sich im Vogtland befindet, kommt, trägt die Stadt Oelsnitz den Zusatz „im Erzgebirge“. Jedoch ist diese Beschreibung so nicht ganz richtig, da sich Oelsnitz nicht im Erzgebirge, sondern im Erzgebirgsbecken befindet.
Ca. im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts wurde das Gebiet des Erlenbaches von Bauern aus Franken und Thüringen besiedelt. Das Dorf Oelsnitz wird erstmals urkundlich im Jahre 1386 und als Kirchort schon 1286 genannt.
Oelsnitz wurde in der Vergangenheit weder von Kriegen noch von der Pest verschont. Die Einwohner von Oelsnitz waren wegen ihres besonders freiheitlich demokratischen Gedankengutes bekannt. Hier sind insbesondere der Bauernkrieg, die Reformation und die Revolutionstage von 1848/49 als Beispiel zu nennen.
Durch den Flachsanbau entwickelten sich Gewerke wie das der Weber und Spinner. Ein Zufallsfund von Steinkohle an der unmittelbaren Erdoberfläche im Jahre 1831 brachte eine Wende für Oelsnitz mit sich. Bereits im Jahre 1844 wurde die Kohle in Oelsnitz aus einer Tiefe von 9 Metern gefördert. Es wurden immer mehr Förderschächte gebaut. Die Kohle wurde im Jahr 1876 mit einer Tiefe von 931 Metern und damit 471 Meter unter dem Meeresspiegel gefördert. Oelsnitz hatte zu dieser Zeit den tiefsten Kohleschacht der Welt.
Im Jahr 1894 wurde das Rathaus von Oelsnitz gebaut und bereits 1895 eingeweiht.
Einen besonderen Eindruck von dem Leben und Arbeiten der Bergleute bietet das Bergbaumuseum in Oelsnitz/Erzgebirge. Hier werden in einem der größten Bergbaumuseen viele Ausstellungsstücke gezeigt, die die Geschichte der Steinkohlereviere Sachsens widerspiegeln.
Oelsnitz hatte auch unter dem ständigen Bergbau zu leiden. So ging Ende des 19. Jahrhunderts die Sensationsmeldung durch die Presse: „Das versinkende Oelsnitz“. Durch den ständigen Bergbau und den Unterhöhlungen unter der Stadt Oelsnitz kam es durch Bergbauschäden zu Senkungen von bis zu 17 Metern. Die Folge davon war, dass zahlreiche Gebäude im Ortskern von Oelsnitz abgerissen werden mussten.
Die Förderung der Kohle dauerte bis 1971 an. Bis 1975 wurden die gesamten Schachtanlagen verfüllt.
Im Jahr 2008 wurde Oelsnitz für den Tag der Sachsen 2010 zum Ausrichter ernannt.
Wir sind Ihr Anwalt in Oelsnitz, rufen Sie uns an und wir kümmern uns vertrauensvoll um Ihr Recht.

